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Spiritueller Tourismus

Das Christentum und die Insel Zypern

Das Christentum und die Insel Zypern

Im Jahr 45 n. Chr. besuchten die Apostel Paulus und Barnabas in Begleitung von  Johannes Markus (Markus dem Evangelisten) Zypern und legten dabei Rast in Pafos, der  damaligen Hauptstadt der Insel, ein. Die Apostel überbrachten dort dem römischen Prokonsul Zyperns, Sergius Paulus, die Kunde von der neuen Religion und es gelang ihnen schließlich, ihn zum Christentum zu bekehren. Trotz dieses bedeutenden Erfolgs hatten die Apostel der Überlieferung nach anfangs große Schwierigkeiten in Pafos. So heißt es, dass Paulus an eine Steinsäule gefesselt und ausgepeitscht worden sei, wobei man ihm vierzig weniger einen (d.h. 39) Schläge verabreichte. Heute noch weisen die Bewohner von Pafos in diesem Zusammenhang auf eine Steinsäule in der Nähe der Ruinen eines gotischen Gotteshauses hin, die allgemein als die St, Paulus-Säule bekannt ist.

 

Bereits kurze Zeit später kehrte der aus Zypern stammende Apostel Barnabas im Rahmen einer neuerlichen Missionsreise auf die Insel zurück und besuchte dabei erneut Pafos. Barnabas gelangte schließlich bis nach Salamis, wo er von den Juden der Stadt hingerichtet wurde. Er gilt als Gründer der Autokephalen (unabhängigen) Kirche Zyperns.

Im Jahr 330 n. Chr. verlegte Kaiser Konstantin der Große die Hauptstadt seines mächtigen Reichs nach  Konstantinopel – eine Entscheidung, die schließlich zur Teilung des riesigen römischen Imperiums in einen östlichen und einen westlichen Teil führen sollte. Damit gehörte die Insel Zypern fortan dem oströmischen bzw. byzantinischen Reich an.

Auf dem Spuren des Völkerapostels Paulus in Pafos

Sie können den Spuren des Apostels Paulus folgen und die Orte besuchen, an denen er predigte und die Botschaft des Christentums verkündete.

Wenngleich Paulus nicht dem engen Kreis der Jünger Christi angehörte, wurde er durch göttliche Berufung zum Apostel und übernahm damit die Verantwortung, das Evangelium in aller Welt zu verkünden. Dabei konnte Paulus sich glücklich schätzen, da er drei entscheidende Eigenschaften für diese wichtige Rolle mitbrachte. Erstens war er Jude, der sich durch Kampfbereitschaft und eine gewisse Hartnäckigkeit auszeichnete; zweitens hatte er eine gehobene Bildung nach griechischem Vorbild genossen, und drittens war hatte er das römische Bürgerrecht, was ihm uneingeschränkte Reisen in einem riesigen Imperium ermöglichte, das im Prinzip der gesamten damals bekannten Welt entsprach.

Im Jahre 45 n. Chr. reisten die beiden Apostel Paulus und Barnabas in Begleitung von  Markus von Antiochia nach Seleukia und von dort per Schiff weiter nach Zypern, wo sie in Salamis, der damals größten Hafenstadt der Insel Zypern, anlegten. (Apostelgeschichte 13.5)

„Sie durchzogen die ganze Insel, bis sie nach Paphos gelangten” (Apostelgeschichte 13.6), wo es ihnen gelangt, den römischen Prokonsul zum Christentum zu bekehren. Nachdem dieser sich zum Christentum bekannt hatte, wurde Zypern zum ersten Land der damaligen Welt, das von einem Christen regiert wurde.

Die Ankunft des Apostels in Pafos

St. Paulus betrat Pafos durch eines der Stadttore, von denen drei bis heute erhalten sind:

 

1) Das im Nordosten gelegene Tor, das sich in der Nähe (östlich) des Theaters von Kato Pafos befindet.

 

2) Das Nordtor, das auf dem heute als „Fabrica” bekannten Hügel zu linker Hand der modernen Straße gelegen ist, die zum Hafen von Pafos führt.

3) Das im Nordwesten gelegene Stadttor, das heute am besten erhalten ist und das einzige Tor ist, dessen Brücke über den Stadtgraben noch vorhanden ist.

Die Kirche Agia Kyriaki Chrysopolitissa

Die Kirche der Panagia Chrysopolitissa wurde im 13. Jahrhundert auf den Ruinen der größten frühbyzantinischen Basilika der Insel Zypern errichtet. In der Nähe des Gotteshauses befindet sich auch die St. Paulus-Säule. Die Kirche war ursprünglich sieben-schiffig angelegt, wurde allerdings später auf fünf Schiffe verkleinert.  Der Boden des Gotteshauses war mit farbenprächtigen Mosaiken geschmückt, von denen einige auch heute noch erhalten sind.

Das Haus des Theseus / Mosaike

Die Reste der römischen Villen, die sich in unmittelbarer Nähe zum Hafen von Pafos befanden, wurden  zufällig entdeckt und weisen die erlesensten Mosaike mit Motiven aus der griechischen Mythologie auf. Man nimmt an, dass das Haus des Theseus einst die Residenz des römischen Prokonsuls Sergius Paulus war, der sich zum Christentum bekehren ließ, nachdem er die Predigten des Apostels Paulus gehört hatte. Daher ist es durchaus möglich, dass auch St. Paulus einst diese Gegend besucht hat.

Die Abreise des Völkerapostels Paulus

„Paulus aber und alle, die um ihn waren, fuhren von Paphos ab und kamen nach Perge in Pamphylien” (Apostelgeschichte 13.13).

Die Heiligen von Pafos

Das Christentum schlug bereits sehr früh Wurzeln in Pafos – wahrscheinlich intensiver als in anderen Teilen der Insel Zypern. Die große Zahl der Kirchen, Kapellen und Klöster in der Gegend bezeugen dies. Einer der Gründe dafür war zweifelsohne das raue und gebirgige Gelände der Region, das in byzantinischer Zeit die idealen Voraussetzungen für ein abgeschiedenes, klösterliches Leben bot.

Unter den zahlreichen Heiligen, die mit Pafos in Verbindung gebracht werden, da sie entweder hier geboren wurden, gewirkt haben oder verstorben sind, werden Folgende besonders verehrt:

Die Apostel Barnabas und Paulus sowie der Evangelist Markus

Die Apostel Barnabas und Paulus predigten gemeinsam mit dem Evangelisten Markus im Bezirk Pafos und vielen anderen Teilen Zyperns, und begründeten damit das Christentum auf der Insel.

 

 

 

 

St. Gennadios (5. Jahrhundert)

St. Gennadios war der Patriarch von Konstantinopel, der nach Pafos kam, nachdem er sein hohes Amt niedergelegt hatte. Er starb auf der Insel Zypern und ihm ist ein heute verfallenes Gotteshaus bei Moro Nero, in der Nähe des Dorfes Episkopi geweiht (Festtag: 17. Dezember).

 

St. Agapitikos (Der Heilige der Liebe)

Die Lebenszeit von St. Agapitikos (der Heilige der Liebe) ist unbekannt. Er kam aus Palästina nach Zypern und lebte als Einsiedler in der Nähe des Dorfes Arodes. Im Dorf gibt es einen Sarkophag, in dem er vermutlich bestattet wurde. Man nimmt an, dass es sich bei dem zweiten Sarkophag um jenen von St. Misitikos (Der Heilige des Hasses) handelt. Der erste segnet demnach die Liebe, und der zweite den Hass.

 

 

 

 

St. Kendeas

Es ist noch unbekannt, wann St. Kendeas als Einsiedler in der Nähe der Küste bei Pafos lebte, ehe er in den Osten der Insel Zypern zog, wo er starb. (Festtag: 6. Oktober).

 

 

 

 

 

 

 

 

St. Neophytos

St. Neophytos Enkleistos (1134-1219) gilt als bedeutendster Heiliger des Bezirks Pafos und als einer der herausragenden Heiligen der orthodoxen Kirche. Er wurde auf Zypern geboren und lebte hier als Einsiedler. Nach seiner Ankunft in Pafos wählte er eine abgelegene Gegend im Nordwesten der Stadt, wo er von Hand eine Höhle in den Fels schlug (seine Klause). Er versah auch das Amt des Priesters und gründete das Kloster, das heute noch seinen Namen trägt. Als Intellektueller und Schriftsteller hinterließ er ein beachtliches Werk an vorwiegend theologischen Schriften. Außerdem unternahm er mehrere Pilgerfahrten ins Heilige Land. (Festtage: 24. Januar und 28. September).

Die folgenden Bischöfe der Stadt Pafos werden als Heilige verehrt: Epaphras (1. Jahrhundert), Titos (1. Jahrhundert), Cyrillus oder Kyriakos (4. Jahrhundert), Julius (4. Jahrhundert), Sapricius (5. Jahrhundert), Cilicius, Filagrius, Nikolaos (4. Jahrhundert).

Die Klöster von Pafos

St. Neophytos-Kloster

Das St. Neophytos-Kloster liegt 10 km außerhalb von Pafos in der Nähe des Dorfes Tala. Es wurde im Jahre 1159 von St. Neophytos gegründet. Der Heilige lebte hier und starb 1219 im Alter von 85 Jahren in diesem Kloster. Die Hauptkirche des Klosters wurde etwa 200 Jahre nach seinem Tod errichtet und ist der Jungfrau Maria geweiht.

Ein berühmter Kirchenmaler jener Zeit, Theodoros Apsevdis, schuf um 1192 einige hervorragende byzantinische Fresken in der „Enkleistra“ (Einsiedelei). Außerdem sind in der Hauptkirche der Klosteranlage außergewöhnlich kunstvolle gearbeitete byzantinische Ikonen zu sehen, während das Klostermuseum interessante Ausstellungsstücke aus der Antike und aus byzantinischer Zeit umfasst.

Täglich geöffnet:

Öffnungszeiten Winter: 9.00 – 16.00 Uhr

Öffnungszeiten Sommer: 9.00 – 13.00 und  14.00 – 18.00 Uhr

Eintritt: Frei

Panagia Chrysorrogiatissa-Kloster

Dieses Kloster liegt in der Nähe des Dorfes Panagia, westlich des Waldes von Pafos inmitten einer wunderschönen Landschaftskulisse. Das Kloster wurde im Jahre 1152 von einem Mönch namens Ignatios gegründet, der aus der Gegend von Moulia bei Pafos stammte und eine wundertätige Ikone der Gottesmutter Maria gefunden hatte, die vom Evangelisten Lukas selbst gemalt worden sein soll. Ignatios nahm die Ikone mit sich auf den Berg, wo er das Kloster erbaute, das „Unserer Lieben Frau mit dem Granatapfel“ geweiht wurde.

In der Klosternanlage, deren heutige Bauten aus dem Jahre 1770 stammen, wird eine Sammlung bedeutender Ikonen und Wertgegenstände aufbewahrt. Die Klosterkirche befindet sich im Herzen der Anlage und ist über den drei Eingängen mit beeindruckenden Fresken geschmückt.  Man nimmt an, dass auch die vergoldete versilberte Ikone Christi und der Gottesmutter, die im Kloster zu sehen ist, aus der Hand von Lukas dem Evangelisten stammt.

Vor kurzem wurde ein Zentrum zum Schutz Byzantinischer und Spätbyzantinischer Ikonen und sonstiger Kirchenschätze ins Leben gerufen, während im Kloster auch ein Byzantinisches Museum eingerichtet wurde. Neben dem Haupteingang zum Kloster befindet sich ein Café-Restaurant, das herrlichen Panoramablick auf die Umgebung bietet.

Im Weingut des Klosters werden einige der besten Weine der Insel Zypern gekeltert.

Alljährlich am 15. August findet hier ein bedeutendes Kirchenfest mit umfangreichen Feierlichkeiten statt.

Saint Savvas tou Karonos

Das Kloster zu Agios (St.) Savvas tis Karonos wurde ursprünglich im 12. Jahrhundert erbaut und später von den Venezianern restauriert. Im Jahr 1467 wurde die Klosteranlage durch eine Brandkatastrophe zerstört, ehe es mit der Unterstützung von König Jakob II. von Zypern wieder neu erbaut wurde. Im Jahre 1533 wurde die Kirche zu Agios Savvas tis Karonos auf den Ruinen der Klosteranlage errichtet. Es gibt keine Hinweise darauf, warum das Kloster neuerlich zerstört wurde, doch weiß man, dass die Kirche im Jahre 1742 umfassend renoviert wurde. Seitdem wurden mehrmals Reparaturarbeiten durchgeführt. Das Bauwerk dient auch heute noch als Gotteshaus, wenngleich aufgrund seiner abgeschiedenen Lage heute keine regelmäßigen Gottesdienste mehr stattfinden.

Saint Georgios twn Komanwn

Im Südosten des Dorfes Panagia, in Mesana, befindet sich das Kloster Agios Georgios, das aus dem 15. Jahrhundert stammt. Die Klosterkirche wurde vor kurzem von der Abteilung für Denkmalschutz umfassend restauriert. Besonders erwähnenswert sind hier die alten Hagiographien, die im Inneren der Kirche erhalten sind. Auf einer davon ist die Folterung St. Georgios‘ abgebildet, während eine andere den Erzengel Michael darstellt.

 

 

 

 

 

 

Panagia tou Sinti

Das aufgelassene Kloster der Panagia tou Sinti liegt am Ufer des Xeros-Flusses in Pentalia. Es ist der Heiligen Jungfrau Maria (Panagia) von Sinti geweiht.

Die Kirche trägt eine achteckige Kuppel mit vier Fenstern und wurde in der ersten Hälfte des16. Jahrhunderts erbaut. Das Hauptschiff befindet sich heute noch in sehr gutem Zustand und gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke aus der venezianischen Epoche.

Das Kloster war bis 1927 bewohnt und wurde dann verlassen. 1994 übernahm das Kloster von Kykkos die Durchführung umfassender Instandhaltungsarbeiten, die 1997 abgeschlossen wurden und für die besonders guten Restaurationstechniken und den Erhalt des ursprünglichen Charakters des Gebäudes mit dem Europa Nostra Preis ausgezeichnet wurden.

Das Kloster Timios Stavros Minthis

3 km südöstlich des Dorfes Tsada liegt dieses schöne Kloster, das im 16. und 17. Jahrhundert eine Blütezeit erlebte. Der Großteil der Klosteranlage, die noch intakt ist, stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Der Heilige Mönch Varnavas lebt heute noch in diesem Kloster und betreut das Gebäude.  Im Jahr 2002 wurden von der Metropolis von Pafos und von der Abteilung für Denkmalschutz Instandhaltungsarbeiten im Kloster durchgeführt.

 

 

 

 

Saint Georgios Nikoxilitis

Im Dorf Drousia.

Das Kloster Agios Georgios Nikoxilitis befindet sich im östlichen Teil des Dorfes  Drousia. Man nimmt an, dass dieses Kloster ursprünglich im 15. Jahrhundert erbaut wurde und 1923 nach seiner Zerstörung durch einen Großbrand neu errichtet wurde.

 

 

 

 

 

Iera Moni

Das Kloster Agia Moni liegt im Bezirk Pafos, zwischen dem Dorf Statos und dem Chrysorrogiatissa-Kloster. Dieses Kloster ist auch unter der Bezeichnung „Das Kloster der Priester“ bekannt,  da hier einst zahlreiche Heilige und Priester lebten, so St. Nikolas der Große, St. Eftychios und St. Athanasios Athonitis, der sich von 965 bis 969 hier aufhielt. In der Nähe des Klosters befindet sich eine kleine Kapelle mit kreuzförmigem Dach aus dem 14. Jahrhundert, die St. Athanasios geweiht ist.

Kirchen in Pafos

Unter den unzähligen Kirchen des Bezirks Pafos sind folgende besonders zu erwähnen:

Agia Paraskevi

Die Kirche zu Agia Paraskevi in Geroskipou ist in Form einer Basilika mit fünf kreuzförmig angeordneten Kuppeln errichtet und zählt zu den bedeutendsten Gotteshäusern der Insel Zypern. Einen sehr ähnlichen Typus weist auch die Basilika zu St. Barnabas und Hilarion im Dorf Peristerona bei Lefkosia (Nikosia) auf, die allerdings später errichtet wurde.

Die Kirche zu Agia Paraskevi wurde im 9. Jahrhundert erbaut und ist nahezu unversehrt in ihrer ursprünglichen Form erhalten, sieht man von der Westmauer ab, die im 19. Jahrhundert abgetragen wurde, um einen Anbau vorzunehmen. Einmalig sind die Wandfresken des Gotteshauses, von denen einige aus dem 9. Jahrhundert stammen und damit als älteste Fresken Zyperns gelten. Auch die Wandbilder aus dem 15.-16. Jahrhundert sind noch in relativ gutem Zustand erhalten. Wie auch zahlreiche andere Fresken in den Gotteshäusern Zyperns weisen sie deutlich westliche Einflüsse auf. Die Darstellung von Mariä Himmelfahrt in der Spandrille des Nordgewölbes stellt ein hervorragendes Beispiel für ein rein byzantinisches Fresko dar.
Doch die Wandfresken sind nicht der einzige Schmuck im Gotteshaus der Agia Paraskevi. An der Ikonostase sind mehrere wunderschöne Ikonen aus dem 15. Jahrhundert zu sehen. Die bedeutendste davon ist die berühmte doppelseitige Ikone mit der Gottesmutter Maria  „Gerokipiotissa” auf der einen Seite, und der Kreuzigungsszene auf der anderen.

Diese Ikone wurde bereits mehrmals im Rahmen von Ausstellungen besonders bemerkenswerter byzantinischer Ikonen ins Ausland geschickt.

Kirche zu Agia Paraskevi
Am Dorfplatz von Geroskipou

Täglich geöffnet:

Öffnungszeiten Winter: 8.00 – 13.00 und 14.00 – 16.00 Uhr
Öffnungszeiten Sommer: 8.00 – 13.00 und 14.00 – 17.00 Uhr

Eintritt: Frei

Ρanagia Chryseleousa

Die Kirche der Ρanagia Chryseleousa befindet sich im Dorf Emba, 3 km nördlich von Pafos. Dieses aus Stein gemauerte, kreuzförmig angelegte Bauwerk wurde Anfang des 13. Jahrhunderts errichtet. Der ursprüngliche Freskenschmuck stammt ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert, doch wurden viele der Wandmalereien, die heute im Gotteshaus zu sehen sind, im 15. Jahrhundert hinzugefügt. Einige der wunderschönen Ikonen stammen aus dem 16. Jahrhundert.

Die Kirche, bei der es sich eigentlich um eine Verschmelzung von zwei Gotteshäusern handelt, hat drei Schiffe und zwei Kuppeln. Der östliche Teil wurde im 12. Jahrhundert – möglicherweise auf den Überresten einer früheren Basilika – in Form einer Kreuzkuppelkirche errichtet, während im 13. Jahrhundert, im Westen ein Anbau durch ein weiteres Gebäude in Kreuzkuppelform erfolgte.

In der Kirche sind wertvolle Wandgemälde aus dem 12., 13., 15. und 16. Jahrhundert zu sehen. Besonders erwähnenswert ist ein Fresko, auf dem der wunderbare Fischfang dargestellt ist.  Zu den weiteren sakralen Wertgegenständen zählen unter Anderem tragbare Ikonen aus dem 15. und 16. Jahrhundert, darunter auch eine bemerkenswerte Darstellung Christi mit dem Evangelium, eine besonders fein gearbeitete zweiteilige Ikone der Apostel, wobei auf jeder Tafel sechs Apostel abgebildet sind.

Panagia Chrysopolitissa

Die Kirche der Panagia Chrysopolitissa wurde im 13. Jahrhundert auf den Ruinen der größten frühbyzantinischen Basilika der Insel Zypern errichtet. In der Nähe des Gotteshauses befindet sich auch die St. Paulus-Säule, an der der Apostel Paulus der Überlieferung nach ausgepeitscht wurde, ehe es ihm gelang, den römischen Prokonsul Sergius Paulus zum Christentum zu bekehren.

Die Kirche war ursprünglich sieben-schiffig angelegt, wurde allerdings später auf fünf Schiffe verkleinert.  Der Boden des Gotteshauses war mit farbenprächtigen Mosaiken geschmückt, von denen einige auch heute noch erhalten sind.

Panagia Theoskepasti

Panagia Theoskepasti“ bedeutet so viel wie „Die von Gott verschleierte Jungfrau“. Die Kirche ist der Jungfrau Maria geweiht, und es heißt, Gott selbst habe eine Nebelwolke niedergesandt, um das ursprüngliche Gotteshaus vor den einfallenden Arabern zu schützen. Die Wolke machte die Kirche unsichtbar, als sich ihr die plündernden Invasoren näherten und so wurde ihre Zerstörung verhindert.

Das moderne Gotteshaus wurde im Jahre 1923 auf einer felsigen Anhöhe erbaut, von der aus man einen schönen Blick auf die gesamte Umgebung von Kato Pafos genießt. Hunderte einheimische und ausländische Besucher kommen täglich hierher, um die außergewöhnlich schöne holzgeschnitzte Ikonostase mit den fein gearbeiteten Ikonen zu bewundern, darunter auch eine wundertätige versilberte Ikone der Gottesmutter, von der es heißt, sie sei eine von insgesamt siebzig Ikonen, die vom Evangelisten Lukas selbst gemalt wurden.

Panagia Limeniotissa

In Kato Pafos befindet sich in der Nähe des Hafens die Kirche „Panagia Limeniotissa“, die im frühen 5. Jahrhundert erbaut wurde und „Unserer Lieben Frau vom Hafen“ (“Limeniotissa”) geweiht ist. Während der Arabereinfälle im 7. Jahrhundert wurde das  Gotteshaus schwer beschädigt und später wieder restauriert. Durch ein Erdbeben im 12. Jahrhundert wurde die Kirche schließlich völlig zerstört.

Heute sind hier noch einige farbenprächtige Mosaike und ein paar restaurierte Säulen der Kirche zu sehen.

Die Basilika Agios Georgios

Die Basilika Agios Georgios befindet sich in der Nähe eines kleinen Fischerhafens, etwa 4,5 km außerhalb des Dorfes Pegeia zwischen den Ruinen zweier frühchristlicher Basiliken mit besonders interessanten Mosaikböden, auf denen Tiermotive abgebildet sind. In der Nähe befinden sich auch in den Fels gehauene Gräber aus römischer Zeit, von denen aus man einen wunderschönen Blick aufs Meer genießt.

Die Agia Solomoni Kirche und Katakomben

Die Kirche zu Agia Solomoni befindet sich in Kato Pafos, an der Apostolos Pavlos Avenue, rund einen Kilometer vom Hafen entfernt. Das Gotteshaus wurde unterirdisch in den Kalksteinboden gehauen und wurde ursprünglich als Katakombe genutzt, während einige Archäologen die Meinung vertreten, der Ort sei ursprünglich eine Gräberstätte aus der hellenistischen Epoche gewesen. Die Besucher können den rund zwanzig Stufen nach unten folgen, um die Kirche, die Reste der Fresken aus dem 12. Jahrhundert und das Heilige Wasser zu sehen.

Auf dem Felsen über dem Gotteshaus steht ein jahrhundertealter Terebinthen-Baum. Es heißt, dass die Leiden jener, die eine persönliche Gabe – zumeist ein Taschentuch – an einen ihrer Zweige hängen, geheilt werden. Viele Menschen – sowohl Einheimische als auch Besucher – folgen diesem Brauch noch heute.

Αgioi Kyrikos and Joulitta

Die Kirche zu Αgioi Kyrikos und Julitta ibefindet sich im Dorf Letimbou. Das Gotteshaus wurde im 15. Jahrhundert errichtet. Leider sind nur sehr wenige der ursprünglichen  Fresken erhalten.

Αgia Ekaterini

Die Kirche Agia Ekaterini liegt zwischen den Dörfern Kritou Terra und Choli. Das dreischiffig angelegte Bauwerk trägt eine Kuppel und ist mit einem Narthex versehen. Es wurde im 15. Jahrhundert errichtet und 1953 durch ein Erdbeben zerstört. Obwohl die Kirche 1956 restauriert wurde, sind heute nur noch ihre Ruinen zu sehen. Nur wenige der ursprünglichen  Fresken sind noch erhalten.

Agios Theodosios

Die Kirche Agios Theodosios befindet sich in Achelia. Das in Form einer Kreuzkuppelkirche  angeIegte Gotteshaus wurde im 13. Jahrhundert erbaut uns ist mit feinen Wandmalereien geschmückt.

Panayia Katholiki

Die Kirche Panagia Katholiki liegt im Dorf Kouklia. Sie wurde in Form einer Kreuzkuppelkirche im Osten des Heiligtums der Aphrodite erbaut. Wahrscheinlich stammt das Gotteshaus aus dem 13. Jahrhundert und wurde im 16. Jahrhundert umgebaut.  Die Kirche ist mit Wandgemälden aus dem 16. Jahrhundert  und früher geschmückt.

Archagelos Michael

Das Gotteshaus Archangelos Michael liegt an einer abgeschiedenen Stelle des Dorfes Choli, nördlich von Kouklia. Das Gebäude, das aus dem 16. Jahrhundert stammt, ist einschiffig mit Tonnengewölbe ausgeführt, während später ein  erhöhter Narthex angebaut wurde. Auch die Fresken der Kirche stammen aus dem 16. Jahrhundert. Es ist eine kleine Kapelle, die in den Felsen gehauen wurde, und es heißt, sie sei von St. Neophytos genutzt worden, ehe er in seine Einsiedelei in der Nähe von Pafos zog.

Agios Georghios

Die Kirche Agios Georgios liegt im Südwesten des Dorfes Choulou. Sie ist eine einschiffige Kuppelkirche mit überwölbtem Narthex, die mit feinen Fresken aus dem 12. Jahrhundert geschmückt ist.

Panagia Chorteni

Die Kirche Panagia Chorteni liegt im Norden des Dorfes Pelathousa. Diese einschiffig ausgeführte Kuppelkirche ist mit schönen Fresken geschmückt.

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